Wie kann man den Krampus besiegen?

 Der Krampus begleitete in weiten Teilen Europas den Nikolaus. Zum Beispiel in Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Liechtenstein, dem südlichen Bayern und der Oberpfalz, Tschechien, Südtirol und andernorts galt er als böses Pendant zum Nikolaus. Mit der Zeit wanderten viele Krampusse und ganze Familienstämme nach Wardrobia aus. Hier bildete sich lt. Aussagen und Berichten eine neue Gattung der Krampusse: diese trieben ihren Schabernack und bösartige Streiche immer in der Advents- und Weihnachtszeit. Die Palette der Übergriffe reichte von kleineren Vergehen (z. B. das Verstecken von Geschenken an Orten, die die Besitzer auffinden konnten, somit also wieder in den Besitz ihres Hab und Gutes gelangten) bis hin zu Straftaten wie das Niederbrennen von Weihnachtsbäumen, Demolierung von Fahrzeugen in abgeschiedenen Wohngebieten, Diebstahl und Vernichtung von Geschenken, Dekorationen und Nahrungsmitteln, die zu Weihnachtsfeiern dienten. Im Laufe der Jahrhunderte nahmen diese Untaten ab, heutzutage sind derlei "Streiche" gänzlich verebbt.

Wie kann man sich gegen Krampusse zur Wehr setzen?

Krampusse treten meist in Rudeln auf. Hier nehmen ganze Familien an den tolldreisten Aktionen teil. Es gilt, sich dem Krampus zu stellen und ihn zu bezwingen, indem man z. B. (regional abhängig) im Armdrücken gegen ihn gewinnt, ein Seilziehen für sich entscheiden kann und Siege in anderen Wettkämpfen für sich einfährt.

  Die Auseinandersetzung mit einem Krampus in Wardrobia benötigt eine andere Handhabe. Zuerst muss man den Anführer der Krampusse erkennen. Jetzt ist es möglich, ihn mit einem geweihten Kreuz zu schwächen. Dann muss man den Krampus in einen Sack stecken, der aus speziell gewobenem, heiligen Leinen besteht. Man muss nun den eingesackten Krampus mit einem geweihten Stock oder Knüppel verhauen, bis er seine Macht verloren hat. Nach einem solchen "reinigenden Ritual" ist man künftig vor Übergriffen von Krampus gefeit.


siehe Bildgalerie: Krampus bei einer Einkehr